Ordinationsgottesdienst in der Kilianskirche

Die ordinierten Pfarrer*innen mit den an der Liturgie Beteiligten.  Bildnachweis: medio.tv/schauderna
Die ordinierten Pfarrer*innen mit den an der Liturgie Beteiligten. Bildnachweis: medio.tv/schauderna

Bischöfin: Gebet als Wegzehrung auf dem Weg ins Amt

 

„Heute sagen Sie öffentlich, dass Sie bereit sind, dieses Amt mit all seinen Herausforderungen zu übernehmen. Und Ihre Kirche sagt Ihnen, dass Sie als Pfarrerinnen und Pfarrer gewollt sind, dass wir Sie begleiten, dass wir für Sie beten und mit Ihnen zusammenarbeiten werden“, begann Bischöfin Dr. Beate Hofmann ihre Predigt, die auf Lukas 11, 1-13 Bezug nahm. Das Pfarramt sei zwar ein schweres Amt, räumte sie ein „aber auch ein schönes, wichtiges, wertvolles“. Es müsse so gestaltbar bleiben, dass es nicht in die dauernde Überforderung führe.

 

Eine wichtige Wegzehrung auf dem Weg ins Amt sei das Gebet. Das Vaterunser „ist so etwas wie die eiserne Ration im Leben eines jeden Christenmenschen“, machte die Bischöfin deutlich und fügte an: „Wenn die Worte fehlen, wenn die Erschöpfung oder der eigene Kummer so groß sind, dass uns nichts mehr einfällt, wenn eine Situation am Sterbebett, in einem Seelsorgegespräch, in einer Notlage so schwer ist, dass sie sprachlos macht: Das Vaterunser geht immer, weltweit, überall.“ Manchmal genüge schon zu wissen, es dabei zu haben und nutzen zu können, um mit Gott ins Gespräch zu kommen, um Sorgen, Fragen und Hoffnungen loszuwerden.

„Die Kraft, die uns weitergehen lässt“

 

In diesen Tagen treibe indes viele Menschen die Frage um: „Was hilft alles Beten, zum Beispiel um Frieden, wenn der Krieg dann doch weitergeht? Was nutzt denn das Beten überhaupt?“ Es ermögliche, in Kontakt mit sich selbst zu treten, so die Bischöfin: „mit denen, die mit mir beten oder für die ich bete und mit Gott. Und Gott, so sagt es Jesus seinen Jüngerinnen und Jüngern, Gott wird hören. Denen, die bitten, wird gegeben; die, die suchen, werden finden, denen, die anklopfen, wird aufgetan“. Das, was uns im Suchen und Anklopfen gegeben werde, sei der Heilige Geist, erläuterte die Bischöfin. „Das ist die Kraft, die uns weitergehen lässt, die uns festhalten lässt an der Beziehung zu diesem Gott.“

 

Die Pfarrerinnen und Pfarrer im Probedienst und ihre Einsatzorte zum 1. Juni 2022

Die Ordination ist die letzte Tür auf dem Weg ins Pfarramt. Die neun Ordinierten hatten zuvor ein Studium der Evangelischen Theologie absolviert. Sie waren in der zweiten Ausbildungsphase als Vikarinnen und Vikare in Kirchengemeinden der Landeskirche tätig und wurden zugleich am Evangelischen Studienseminar in Hofgeismar ausgebildet.

Die Studienleiterin Pfarrerin Dr. Friederike Erichsen-Wendt und Kirchenvorsteher Fritz Willems assistierten bei der Ordination. Ferner wirkten am Gottesdienst mit: Dekanin Eva Brinke-Kriebel, Pastor Steve Ogedegbe, Divine Impact Church of God e. V. Kassel, Pfarrerin Beate Rilke aus Wächtersbach, Beate Dawin aus Vollmarshausen (mit auf dem Foto) sowie die Evangelische Kantorei Korbach unter der Leitung von Bezirkskantorin Ingrid Kammerer. Bezirkskantor Stefan Kammerer begleitete den Gottesdienst an Klavier und Orgel.

 

Nach der Ordination treten die Pfarrerinnen und Pfarrer ihren Probedienst in folgenden Dienststellen an:

1. Vanessa Damm, Felsberg und Böddiger (Kirchenkreis Schwalm-Eder)

2. Lena Dawin, Niedermöllrich

(Kirchenkreis Schwalm-Eder)

3. Konrad Darius Draude, Niederasphe

(Kirchenkreis Kirchhain)

4.Isabell Paul,  Istha-Altenhasungen

(Kirchenkreis Hofgeismar-Wolfhagen)

5. Dorothea Elisabeth Rübeling, Kirchberg und Metze (Kirchenkreis Schwalm-Eder)

6.Alwine Dorothea Schulze, Besonderer Dienst am Hans-von-Soden-Institut Marburg

7. Jennifer Schwarz, Trendelburg

(Kirchenkreis Hofgeismar-Wolfhagen)

8. Antje Trost, Pfarramtlicher Dienst im Stadtkirchenkreis Kassel

9. Marike Helene Völkerding, Baunatal-Mitte

(Kirchenkreis Kaufungen)



Viele Initiativen von Gemeinden im Kirchenkreis

Ein deutsch-ukrainischer Gottesdienst in Usseln am kommenden Sonntag, vielerorts Friedensgebete und erste Treffpunkte für Kriegsflüchtlinge in Gemeindehäusern, wie beispielsweise in der Korbacher Johanneskirche, oder die erfolgreiche Spendenaktion in Diemelstadt – die Menschen aus den Gemeinden des Kirchenkreis Twiste-Eisenberg positionieren sich, wollen helfen, wo immer es geht. Auch ein erster „Runder Tisch“ in Korbach, mit Organisationen, Institutionen, dem Landkreis, der Stadt, dem Arbeitsamt soll Hilfe für Flüchtlinge aus der Ukraine koordinieren und möglichst schnell auf den Weg bringen

 

"Ganze Kraft bündeln"

„Ich bin zutiefst erschüttert, wie lange schon dieser Krieg andauert, wie viele Menschen auf der Flucht sind und welch‘ fürchterliche Bilder uns tagtäglich aus der Ukraine erreichen“, sagt Dekanin Eva Brinke-Kriebel. „Wir müssen jetzt als Kirche unsere ganze Kraft bündeln, um ganz konkret den Menschen hier vor Ort zu helfen. Und wir wollen uns klar positionieren. Kirche ist fester Bestandteil dieser demokratischen Gesellschaft. Umso wichtiger ist es, dass wir uns zu Wort melden“, sagt die Dekanin.

 

Natürlich stecke die Kirche auch in einem Dilemma. Der Krieg bringe Christen in eine schwierige Lage, wenn es um theologische und ethische Fragen gehe. Zum einen ziele

die christliche Botschaft sehr klar auf den Frieden hin, zum anderen gebe es aber auch aus christlicher Perspektive ein Recht zur Selbstverteidigung.

 

„Medienkompetenz und Medienvielfalt“, auch das sind Begriffe, die für Eva Brinke-Kriebel im Zusammenhang mit dem Ukraine-Krieg entscheidend sind: „Wir sehen jetzt, wie wichtig es ist, in einem freien Land diese Werte zu bewahren und Menschen durch eine objektive Berichterstattung zu informieren.“

 

"Sprachliche Hürde sehr hoch"

 

Die ersten Hilfsangebote für Ukrainerinnen und Ukrainer, auch über die Grenzen der Konfessionen hinweg, sind im Kirchenkreis gestartet. Am Montag beispielsweise öffnete der Treffpunkt im Gemeindehaus der Korbacher Johanneskirche. Sechs Ukrainerinnen waren zum ersten Termin der Einladung gefolgt und neben einer ersten Kontaktaufnahme standen ganz grundsätzliche Fragen im Vordergrund: Wo muss ich mich anmelden? Kann ich arbeiten? Können die Kinder in die Schule? Wie finde ich eine Wohnung? „Und dabei ist die sprachliche Hürde immens hoch“, sagt Pfarrerin Sonja Lessing-Rümpler. Denn selbst die Jüngeren sprächen kein Englisch.

 

Der Treffpunkt im Gemeindehaus muss zunächst die Möglichkeit bieten, sich zu vernetzen und die grundlegenden Fragen zu klären. „Auch die Kinder sind herzlich zu diesen Treffen eingeladen. Ein Spielplatz ist direkt am Haus, Spielsachen stehen zur Verfügung. Und vielleicht haben einige auch Interesse an den Ferienspielen der Evangelischen Jugend teilzunehmen“, sagt Sonja Lessing-Rümpler.

Kurzum: Auch hier werden helfende Hände gebraucht, von Übersetzerinnen bis hin zu Menschen, die vielleicht auch mal einen Fahrdienst übernehmen.

In der Kilianskirche in Korbach besteht zudem die Möglichkeit, Wünsche, Gebete und Ängste aufzuschreiben, in eine Gebetswand zu stecken und eine Kerze anzuzünden. „Glaube kann schließlich auch helfen, Sorgen und Ohnmacht zum Ausdruck zu bringen und die Hoffnung zu stärken“, so die Dekanin. „Das sind Erfahrungen, die wir auch aus den Friedensgebeten mitnehmen.“

 

Die Bereitschaft zu spenden und zu helfen ist im Kirchenkreis groß. „Dafür bin ich sehr dankbar“, sagt Eva Brinke-Kriebel. Und viele Strukturen, die sich schon bei der Ankunft von Flüchtlingen im Jahr 2015 bewährt haben, können jetzt wieder aufgenommen werden.

Auch auf Ebene der Landeskirche tut sich einiges, um die Menschen aus der Ukraine zu unterstützen. So sind in den vergangenen Wochen leerstehende kirchliche Immobilien und Wohnungen zu Verfügung gestellt worden:

 

Beispielsweise ist die ehemalige Kirchliche Aus- und Fortbildungsstätte (KIFAS) in Kassel-Bad Wilhelmshöhe inzwischen mit rund 200 Geflüchteten belegt. Auch in Tagungsstätten der Landeskirche wurden Unterbringungsmöglichkeiten geschaffen: Die Jugendbildungsstätte Frauenberg in Bad Hersfeld beherbergt derzeit 18 Menschen. Auch am Evangelischen Studienseminar in Hofgeismar und im ehemaligen Freizeitheim Niedenstein wurden beispielsweise Wohnungen bereitgestellt.

 

Ehrenamtliche gesucht

 

„Wir haben einen langen Weg vor uns und wir sind auf jede Hilfe angewiesen, um auch noch in mehreren Wochen aktiv sein zu können“, betont die Dekanin. Ob im DRK-Kleiderladen oder im kirchlichen Begegnungscafé – wer unterstützen möchte, kann sich gerne bei Ulrike Bangert im Dekanat des Kirchenkreises melden, Telefonnummer: 05631-61696.



Neue Kurse in der Singschule starten nach Ostern

In der Singschule Korbach beginnen nach den Osterferien zwei neue Kurse.

Für Kinder ab vier Jahren wird ein Musikerziehungskurs angeboten. Dort erlernen die Kinder spielerisch die Grundlagen des Musizierens. Es gibt Lieder, Spiele mit Musik, Rhythmus und ein wenig Instrumentenkunde.

Der Kurs wird von Ingrid Kammerer geleitet, beinhaltet 10 Unterrichtseinheiten und kostet 40 Euro pro Kind.

Kursbeginn ist am Freitag, den 29. April.

Die Kursstunden sind von 15 - 15.40 Uhr.

 

„Entdecke deine Stimme“ heißt ein Stimmbildungs-Kurs für Erwachsene, die gerne ihre Stimme ausprobieren wollen. Eingeladen sind sowohl Chorsänger*innen, die gerne ihre Stimme etwas trainieren wollen, aber auch alle, die nicht im Chor singen und einfach nur entdecken möchten dass Singen Spaß macht.

 

Dieser Kurs findet ab dem 26. April dienstags von 19:30 Uhr bis 20:15 Uhr statt und kostet 36 Euro  pro Teilnehmer.

 

Der Kurs wird von der Sängerin Vera Filipponi geleitet und umfasst sechs Einheiten.

 

Beide Kurse finden im Gemeindezentrum Johanneskirche, Karpatenstrasse 2 in Korbach statt.

Anmeldungen sind telefonisch oder formlos per E-Mail möglich bei Bezirkskantorin Ingrid Kammerer, Telefon: 05631 5789324,

E-Mail: ingrid.kammerer@ekkw.de

 



Synodaler Studientag: Haushalt, Ehrenamt & PR


Zur Vorbereitung auf die eigentliche Kreissynode am 20. Mai trafen sich schon jetzt die Synodalen des Kirchenkreises mit dem Haushaltsentwurf der Jahre 2022/23 vertraut zu machen, Informationen über die neu geplante Stelle einer Ehrenamtskoordinatorin und zum aktuellen Stand der Öffentlichkeitsarbeit zu bekommen.

 

Keine leichte Aufgabe ist es für die 96 Männer und Frauen in der Kreissynode, zu entscheiden, wofür das Geld aus Steuereinnahmen, das durch die Landeskirche zugewiesen wird, oder auch Umlagen ausgegeben wird. Personalkosten, Instandhaltungen von Gebäuden sind hohe jährliche Fixkosten, dennoch bleibt ein, wenn auch geringer Spielraum, um neue Projekte anzuschieben.

 

Grundsätzlich hat sich das System der Zuweisungen an die Kirchenkreise aus der Landeskirche geändert. Gab es bislang separate Zuweisungen aus der Berechnung der Anzahl der Gemeindemitglieder, für Personalkosten und den Unterhalt von Gemeindehäusern, so fließt mit dem neuen Haushaltsjahr dieses Geld in ein Globalbudget. Die Zweckgebundenheit dieser Mittel entfällt damit, die Kirchenkreise haben durch das Globalbudget eine höhere Eigenverantwortung beim Festlegen der Schwerpunkte. Zweckgebundene Zuschüsse bleiben allerdings für den Unterhalt von Kirchen, für die Arbeit in der Diakonie und für die Finanzierung der Evangelischen Kindertagesstätten.

Der Etat des Kirchenkreises Twiste-Eisenberg umfasst im Jahr 2022 ein Volumen von rund 3,5 Millionen Euro. Diese Summe setzt sich zusammen aus den einzelnen Zuweisungen, unter anderem aus dem Globalbudget der Landeskirche mit rund 715.000 Euro, der geplanten Kirchenkreisumlage mit 150.000 Euro, Bauzuweisungen von 934.000 Euro und den Zuweisungen für die Arbeit in den Kindertagesstätten mit rund 755.000 Euro. Auch zweckgebundene Spenden und weitere Zuschüsse von rund 380.000 Euro wirken sich positiv auf den Haushalt des Kirchenkreises aus.

 

Dem gegenüber stehen Aufwendungen, unter anderem die Weiterleitung der zweckgebundenen Zuweisungen von rund 2,76 Millionen Euro und ebenfalls Personalkosten von 482.000 Euro.

Alles in allem weist der Haushaltsentwurf für das Jahr 2022 einen Jahresfehlbetrag von 23.000 Euro auf, der jedoch durch Rücklagen gedeckt werden kann. Im Jahr 2023 fällt der Differenzbetrag nach Berechnungen des Kirchenkreisamtes noch deutlich höher aus.

 

„Wir müssen uns sehr genau überlegen, an welchen Stellen wir einsparen können“, sagt der Leiter des Kirchenkreisamtes Bernd Merhof. Er präsentierte die aktuellen Zahlen zusammen mit Thomas Iske und Marina Pleger. Auch Vorschläge zur Haushaltskonsolidierung für die nächsten Jahre stellte Merhof in der Videokonferenz vor.

 

Weitere Zuschüsse von der Landeskirche soll es allerdings ab sofort für die Schaffung einer Stelle zur Koordination von ehrenamtlich Aktiven geben, natürlich auch für deren Gewinnung. Was der Landkreis Waldeck-Frankenberg schon seit geraumer Zeit anbietet, will nun auch die Kirche an den Start bringen. Jürgen Römer vom Fachdienst Dorf- und Regionalentwicklung im Landkreis Waldeck-Frankenberg, in dessen Bereich die Ehrenamtskoordination angesiedelt ist, lud schon jetzt zur Zusammenarbeit ein.

 

Bischöfin Beate Hofmann hat sich bereits in den vergangenen Monaten stark dafür gemacht, das Ehrenamt in der evangelischen Kirche zu fördern. Denn ohne diese freiwillige Unterstützung werden viele kirchlichen Angebote in Zukunft nicht mehr möglich sein. Wie so eine Stelle eingerichtet werden kann, was sie erfordert und welchen Nutzen sie haben könnte, darüber informierte Anneke Gittermann von der Landeskirche die Synodalen: „Es ist ein Riese, den man wecken kann“. Ob es diese Stelle in Zukunft geben wird, darüber stimmt die Synodale ebenfalls in ihrer Zusammenkunft im Mai ab.

 

Ebenfalls im Mai entscheidet die Kreissynode über das Fortbestehen der Stelle für Öffentlichkeitsarbeit im Kirchenkreis. Kerstin Kleine, derzeit Referentin für Öffentlichkeitsarbeit, informierte die Synodalen über ihre bisherige Arbeit und über Strategien für die Zukunft und bekam dafür viel Zustimmung.



In Diemelstadt helfen Stadt und Kirche gemeinsam

Die Hilfsbereitschaft in Diemelstadt in riesengroß. Mehrmals die Woche treffen sich die engagierten Helferinnen und Helfer in der Stadthalle in Rhoden und nehmen die Spenden entgegen.

Auf unserem Bild sind einige der Ehrenamtlichen mit den beiden Diemslstädter Pfarrerinnen, Claudia Engler und Elke Carl sowie Bürgermeister Elmar Schröder.

Foto: Kerstin Kleine


Seit fast zwei Wochen läuft die Spendenaktion für die Menschen in der Ukraine, organisiert von der Evangelischen Kirchengemeinde Diemelstadt und der Stadt Diemelstadt. Die Stadthalle in Rhoden ist zur Lagerstätte von Lebensmitteln, Matratzen und Decken geworden; viele fleißige Hände sortieren, packen und beschriften Kartons.

 

„Die Hilfsbereitschaft ist riesengroß. Und was wir hier zusammen auf die Beine stellen, ist wirklich prima“, sagt Pfarrerin Claudia Engler. Sie koordiniert die Einsätze von Helferinnen und Helfern und ist mit großem persönlichem Engagement dabei. „Wir als Kirche müssen in solchen Krisenzeiten helfen. Das hat bei uns schon in den Jahren 2015 und 2016 gut funktioniert, als viele Flüchtlinge in den Landkreis kamen“, weiß die Theologin. An diese Strukturen haben die Diemelstädter in diesem Jahr wieder angeknüpft.

 

„Es ist wirklich der Wahnsinn“, schüttelt Claudia Engler immer wieder fassungslos den Kopf. Am 12. März wurden die ersten Transporter vollgeladen. Sie machten sich von Rhoden aus auf den Weg in den Lahn-Dill-Kreis, wo der Inhalt in 40-Tonner umgeladen und dann auf direktem Weg in die Kriegsgebiete gefahren wurde. 50 Matratzen und gut 160 Lebensmittelkartons wurden an diesem Vormittag verladen. Auch die Freiwillige Feuerwehr Rhoden stellte  kurzerhand ihren Gerätewagen zur Fahrt in den Lahn-Dill-Kreis zur Verfügung, da viel mehr Hilfsgüter zusammengekommen waren als erwartet und geplant, die Stadt übernahm dafür die Spritkosten. Die Kartons für den Transport der Hilfgüter spenden die Firmen PVG und Smurfit, die Firma HEWE-Fensterbau unterstützte die Diemelstädter Hilfsaktion bereits mit 10.000 Euro.

Und auch ein weiterer Transport mit 100 Lebensmittelpaketen ist eine Woche später auf die Reise gegangen.

 

Die Logistik für diesen Transport und für alle folgenden, läuft über den gebürtigen Ukrainer Wilhelm Nasaruk, der in Wethen wohnt und Kontakte und Netzwerke in seine alte Heimat hat. Er hat auch für die ehrenamtlichen Helferinnen und Helfer eine Liste zusammengestellt, mit der genauen Auflistung, was derzeit am Dringensten in der Ukraine gebraucht wird. Das sind neben Matratzen, Schlafsäcken oder Decken vor allem Hygieneartikel, Arzneimittel und Verbandsmaterial sowie haltbare Lebensmittel wie Reis, Nudeln, Zucker, auch Konserven und haltbare Milch.

 

In der Rhoder Stadthalle haben die Helfer eine Packstraße aufgebaut, so dass möglichst jedes Paket sämtliche Artikel der Packliste beinhaltet. Und so wird in Rhoden gespendet und gepackt, was das Zeug hält. Jeweils montags, mittwochs und freitags ist die Stadthalle von 17 bis 19 Uhr geöffnet. Zu diesen Zeiten werden Spenden entgegengenommen und es werden Kartons bestückt.

 

„Wir haben hier vor Ort wirklich großes Glück, dass die Hilfsbereitschaft so groß ist“, sagt Claudia Engler, „und das Ganze hat natürlich auch eine soziale Komponente. „Die Menschen wollen reden. Und dafür bin ich dann auch vor Ort und höre einfach nur zu. „Viele haben Sorgen und Ängste und wissen nicht so recht, wohin damit. Da hilft es natürlich zum einen, aktiv etwas zu tun, also zu helfen, und zum anderen, sich mit anderen auszutauschen.“

Wie lange die Spendensammlungen noch laufen sollen, das ist nicht klar.

 

Aber fest steht für die engagierte Rhoder Pfarrerin: „Das ist kein Sprint. Es ist ein Marathon. Wir brauchen wahrscheinlich einen langen Atem und auch um Ostern herum noch genügend helfende Hände“.

 

In Diemelstadt sind die beiden Pfarrerinnen, Elke Carl und Claudia Engler, natürlich bei den Krisenstabsitzungen der Stadt vertreten, in denen Bürgermeister Elmar Schröder in regelmäßigen Abständen allen Engagierten aus der Ukraine-Hilfe ein Update gibt: Wie ist die aktuelle Lage? Gibt es Schwierigkeiten bei der Unterbringung? Wieviele Kriegsflüchtlinge sind überhaupt in der Stadt angekommen und wo kann ehrenamtlich geholfen werden?

 

„Das läuft hier alles vorbildlich“, sagt auch Pfarrerin Elke Carl aus Wrexen: Ich hatte gleich zu Beginn des Krieges sehr, sehr viele Anfragen aus der Gemeinde, wo und wie man unterstützen kann. Der Zusammenhalt ist wirklich vorbildlich.“

 

Wer keine Möglichkeit hat, Sachspenden in Rhoden vorbeizubringen, kann ebenso gut einen Betrag für die Ukraine-Hilfe auf das Konto der Kirchengemeinde überweisen. Auch dieses Geld kommt unmittelbar den Hilfsbedürftigen zugute, oder es werden fehlende Produkte für die Hilfspakete hinzugekauft.

 

Die Bankverbindung: Kirchengemeinde Diemelstadt, IBAN 31 52060410 0001 1001 06, Verwendungszweck: Ukraine Hilfe KG Diemelstadt.

 

 



"Musik zur Marktzeit" geht in eine neue Runde

Auch die folgende „Musik zur Marktzeit“ am 7. Mai mit dem Chor „Haste Töne“ unter der Leitung von Lisa Herrlich wird wie das Konzert am 11. Juni noch in der Kilianskirche stattfinden. Für diesen Tag konnte Petra Bangert ihre ehemalige Dozentin von der Hochschule für Musik und Theater in Hannover gewinnen, Kirchenmusikdirektorin Ruth M. Seiler.

Alle weiteren Konzerte sind indes wieder in der Nikolaikirche geplant, wo die „Musik zur Marktzeit“ ursprünglich beheimatet war. „Im Zuge der Bauarbeiten sind wir kurzerhand in 2021 in den Kilian umgezogen“, sagt Petra Bangert, ist aber guten Mutes, dass die Konzerte ab Juli wieder in der Nikolaikirche stattfinden können. „Wir wollen wieder zurückkehren, obwohl wir gerne im Kilian gespielt haben, auch die Orgel andere musikalische Möglichkeiten bietet. Aber die Nikolaikirche ist das Zuhause der Marktmusik."

 

Sie spielen am 2. April in der Kilianskirche: Kantorin Petra Bangert und Sopranistin Larissa Niederquell. Foto: Kleine
Sie spielen am 2. April in der Kilianskirche: Kantorin Petra Bangert und Sopranistin Larissa Niederquell. Foto: Kleine

Am 2. Juli gestaltet Bezirkskantorin Ingrid Kammerer mit dem Kinderchor Korbach die Marktmusik und am 6. August dürfen sich die Zuhörerinnen und Zuhörer auf Lea Marie Hann an der Violine und Torben Schott am Klavier freuen.

 

„Kann denn Liebe Sünde sein?“, unter diesem Titel gastiert der „Chor Dynamis“,

unter Leitung von Karl-Heinz Wenzel am 3. September. An diesem Vormittag dreht sich tatsächlich alles um die Liebe, in all ihren Facetten.

 

Der Abschluss der „Musik zur Marktzeit“ am 1. Oktober wird gestaltet von Viktoria Nierhaus (Gesang) und Heiko Seibel am Klavier mit eigenen Liedern. 

Die Diemelseerin ist einem großen Publikum für ihre einfühlsamen Songs bekannt.

 

Es gelten die aktuellen Covid-Regeln

 

Der Eintritt zu sämtlichen Konzerten ist frei. Um eine Spende wird jedoch gebeten. Es gelten jeweils die aktuellen Corona-Vorschriften.



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Über Freundschaften, die durchs Leben tragen

Margot Käßmann, Prof. Dr. theol, Dr. h.c., Jahrgang 1958, ist eine evangelisch-lutherische Theologin und Pfarrerin. Sie war von 1999 bis 2010 Bischöfin der evangelischen Landeskirche in Hannover und 2009/2010 Ratsvorsitzende der Evangelischen Kirche in Deutschland. Davor war sie Gemeindepfarrerin, Studienleiterin der evangelischen Akademie in Hofgeismar und Generalsekretärin des Deutschen Evangelischen Kirchentages.

Von April 2012 bis Oktober 2017 wirkte sie als „Botschafterin des Rates der EKD für das Reformationsjulbiläum in 2017. Seit dem 1. Juli 2018 ist sie im Ruhestand. Margot Käßmann ist Mutter von vier erwachsenen Töchtern und sechsfache Großmutter.


„Freundschaft, die uns im Leben trägt“ ist der Titel des 2019 erschienenen Buches von Prof. Margot Käßmann. Die Gemeinden in der Evangelischen Kirche von Kurhessen-Waldeck sind der Theologin vertraut. Im Schwalm-Eder-Kreis war sie Mitte der achtziger Jahre Pfarrerin in Spieskappel. Und aus dieser Zeit berichtete sie besonders intensiv. Denn hier lernte sie Almut kennen – es wuchs eine Freundschaft, die bis heute hält: „Ihr vertraue ich blind. Ihr erzähle ich alles, was mich bewegt.“ Die Freundschaft zu Almut ist geprägt von Trauer und Glück, von gemeinsamen Erlebnissen und vom Abschiednehmen. „Es hat lange gedauert, bis das Vertrauensfundament vorhanden war, aber es hält bis heute.“

 

Ja, Freundschaften könne man nicht mal so fix eben als solche titulieren – Freundschaften müssen entstehen. Und so zitiert Margot Käßmann in ihrem Buch auch einen amerikanischen Wissenschaftler, der das Wachsen von Freundschaften untersucht hat: Es brauche mindestens 50 gemeinsame Stunden, um sich vom Bekannten zum Freund zu entwickeln, weitere 90 Stunden zu einem guten Freund zu werden und etwa 200 Stunden Beisammensein, damit daraus beste Freunde werden können.

 

Margot Käßmann nimmt natürlich auch Bezug auf die Bibel. Besonders hebt sie die Geschichte Hiobs hervor, der mit seinem Unglück und dem Schmerz ringt. Aber er hat drei gute Freunde, die aus verschiedenen Orten herbeieilen, sich an seine Seite setzen und eine Nacht lang schweigen und ihm dadurch Kraft geben (Buch Hiob, 2,11 – 13). Einfach nur da zu sein und mit dem anderen fühlen zu können, auch das sei wichtig für 

eine tiefe Verbundenheit. Auch viele Frauenfreundschaften spielen in der Bibel eine Rolle, wie beispielsweise die von Rut und deren Schwiegermutter Noomi (Rut 1,14ff) oder auch die Freundschaft zwischen Elisabeth und Maria im Neuen Testament (Lk,1,39ff.) Es lohne sich, nachzulesen , denn „im Grunde genommen biete gerade das Neue Testament eine Grundlage für eine Theologie der Freundschaften“.

Margot Käßmann beschreibt zugleich die Voraussetzungen einer guten Freundschaft: „Es müssen die gleichen inneren Werte vorhanden sein“, gemeint sei keine absolute Harmonie, man müsse auch Streit zulassen, aber die Grundüberzeugungen zum Leben sollten stimmen“, postuliert die Theologin.

 

Gekommen war Margot Käßmann an diesem Abend nach Korbach mit ihrer guten Freundin Ariane. „Ich kenne sie seit 42 Jahren, wir haben zusammen studiert und uns über all die Jahre begleitet“, sagt sie. Und sicherlich war der Abend für die beiden Frauen, nach dem Pflichtprogramm der ehemaligen Bischöfin und Ratsvorsitzenden der EKD, geprägt von einem regen Austausch über Gott und die Welt. Wer weiß, vielleicht haben die beiden auch einfach nur geschwiegen!

 

Organisiert vom Frauenbüro

 

Organisiert hatte die Lesung in der Korbacher Kilianskirche zum Weltfrauentag das Frauenbüro des Landkreises Waldeck-Frankenberg. Leiterin Beate Friedrich stimmte die Gäste mit einigen Gedanken und Informationen zum Tag ein. Grundgedanke dieses Tages, der 1911 das erste Mal stattfand, ist die

Geschlechtergerechtigkeit auf allen Ebenen. 1911 kämpfte das weibliche Geschlecht für das Wahlrecht und die Emanzipation von Arbeiterinnen.

 

In Folge der Jahre ging es um die Festsetzung der Gleichberechtigung in den Gesetzen und gerade 50 Jahre ist es her, dass eine Frau ohne Zustimmung ihres Ehemannes ein Konto eröffnen durfte.

Erst nach 1969 wurde eine verheiratete Frau als geschäftsfähig angesehen. Das Bürgerliche Gesetzbuch schrieb es vor: Wollte eine Frau arbeiten, musste das ihr Ehemann erlauben. Erst 1977 wurde das Gesetz geändert. Bis 1. Juli 1958 hatte der Mann, wenn es ihm beliebte, den Anstellungsvertrag der Frau nach eigenem Ermessen und ohne deren Zustimmung fristlos kündigen können.

 

Dekanin ruft zur Solidarität auf

 

Eva Brinke-Kriebel, Dekanin des Kirchenkreises, hieß Margot Käßmann in Korbach herzlich willkommen. „Wir haben uns alle sehr auf Sie gefreut“, begrüßte sie die ehemalige Bischöfin und EKD-Ratsvorsitzende. „Ihre Offenheit, die Sie mitbringen, ihre gesellschaftlichen und politischen Statements, machen Sie zu der bekanntesten und beliebtesten Theologin Deutschlands.“ Eva Brinke-Kriebel rief gleichzeitig zur Solidarität mit der Ukraine auf und wies auf die Friedensgebete hin, die derzeit vielerorts im Kirchenkreis stattfinden. Die Korbacher Kilianskirche war am Abend des Weltfrauentages in blaues und gelbes Licht gehüllt.



Seit 25 Jahren Chef des Posaunenchors Rhoden

Als echtes Rhoder Gewächs hat Oliver Klaus schon im Alter von zwölf Jahren im Evangelischen Posaunenchor die Trompete geblasen. Gerade mal mit 22 Jahren übernahm er die Leitung des Chors, genau vor 25 Jahren.

 

Etwas verwundert war der 46-Jährige dann auch, als Pfarrerin Claudia Engler ihn in der Übungsstunde überraschte und zum Dienstjubiläum gratulierte. Wie schnell dieses Vierteljahrhundert verstrichen ist, war dem passionierten Trompetenspieler offensichtlich selbst nicht bewusst. Und so freute er sich umso mehr, die Glückwünsche von Pfarrerin Engler entgegenzunehmen und von seinen Musikerinnen und Musikern einen langen und sehr herzlichen Applaus zu ernten.

Oliver Klaus leitet seit 25 Jahren den Evangelischen Posaunenchor Rhoden. Pfarrerin Claudia Engler gratulierte herzlich. Foto: Kerstin Kleine
Oliver Klaus leitet seit 25 Jahren den Evangelischen Posaunenchor Rhoden. Pfarrerin Claudia Engler gratulierte herzlich. Foto: Kerstin Kleine

„Ich wusste es wirklich nicht“, sagt Oliver Klaus im Nachhinein. „Aber was nutzt der beste Dirigent, wenn er keine Musikerinnen und Musiker hat“, lächelt er in die Runde.

Mittlerweile hat der Evangelische Posaunenchor 24 Mitglieder im Alter zwischen 13 und 83 Jahren. Einige kommen aus Adorf, andere aus Bad Arolsen, auch Bläser aus Ammenhausen und Warburg sind regelmäßig in den Übungsstunden dabei. Fünf weitere sind in der Nachwuchsgruppe. Die jungen Musikerinnen und Musiker werden ebenfalls von Oliver Klaus ausgebildet, unterstützt wird er dabei von Eric Flamme und Silvia Oellrich. Auch im Altkreis Twiste des Kirchenkreises ist der Gymnasiallehrer als Beauftragter aller Posaunenchöre aktiv.

Nachwuchssorgen hat der Posaunenchor nicht. „Aber man muss auch mit der Zeit gehen, immer mal etwas Neues anbieten“, weiß der Dirigent. „Oliver Klaus ist super engagiert und kreativ“, bescheinigt ihm dann auch Claudia Engler. So finden beispielsweise in regelmäßigen Abständen mehrtägige Fahrten statt, immer mit einem Konzert als Höhepunkt. Der Rhoder Posaunenchor hatte dabei bereits Auftritte auf dem Hamburger Michel, im Stephansdom in Wien oder in der Gedächtniskirche in Berlin.

Auch bei besonderen Konzerten stellen Oliver Klaus und seine Musikerinnen und Musiker ihre Kreativität unter Beweis: Da gibt es beispielsweise den „Wünsch-Dir-was-Gottesdienst“, in dem der Chor auf Zuruf

spielt, oder die Konzerte in Werkshallen mit populärer Filmmusik oder Evergreens.

 

Die Ideen gehen dem engagierten Dirigenten aus: „Ich habe da schon wieder Pläne im Kopf“, freut sich Klaus und fügt hinzu: „Vielleicht bekomme ich die 50 Jahre ja noch voll.“

 

Wer Lust bekommen hat, in diesem oder einem anderen Posaunenchor mitzuspielen oder ein Instrument zu erlernen, kann sich gerne an das jeweilige Pfarramt vor Ort wenden.



Wie wird Kirche offen für Vielfalt?

Bischöfin Dr. Beate Hoffmann. Foto: Schauderna/Medio.TV
Bischöfin Dr. Beate Hoffmann. Foto: Schauderna/Medio.TV

„Wie wird Kirche offen für Vielfalt?“ – so lautete der Titel der thematischen Konferenz der Vereinigten Evangelischen Mission (VEM) Ende Januar. Beate Hofmann, Bischöfin der Evangelischen Kirche von Kurhessen-Waldeck (EKKW), referierte über landeskirchliche Herausforderungen gegenüber Rassismus und Rechtsextremismus. An der Online-Konferenz nahmen Vertreter*innen von sechs Landeskirchen und der v. Bodelschwinghschen Stiftungen Bethel teil.

 

Die promovierte leitende Theologin der Evangelischen Kirche von Kurhessen-Waldeck betonte, dass die von Rechtsextremist*innen verübten Anschläge

in Kassel und Hanau ihre Landeskirche dazu ermutigt habe, der regionalen Initiative „Offen für Vielfalt“ beizutreten und damit ein sichtbares Zeichen gegen Rechtsextremismus gesetzt.

 

So stärke die Landeskirche die aktiven Kräfte für Vielfalt und gegen Ausgrenzung in Kirche und Gesellschaft.

 

Sinnvoll sei für die Kirche beispielsweise, antirassistische Gottesdienstformate und Bildungsveranstaltungen zu entwickeln. Denn „wir machen uns unglaubwürdig, wenn wir uns als Ort der Vielfalt präsentieren und in unseren Gemeinden aber nur weiße Mittelstandsmenschen sitzen“, betonte Hofmann.

VEM-Vorstandsmitglied und Leiterin der Abteilung Deutschland der VEM, Angelika Veddeler, fasste die Konferenz so zusammen: „Die Konferenz hat deutlich gemacht, wie wichtig es ist, dass Kirchen sich auf allen Ebenen gegen Gewalt, Diskriminierung und Rassismus einsetzen. Und sie hat gezeigt, was alles zu einem solchen Einsatz dazugehört. Erfahrungen wie die der EKKW werden in der kommenden VEM-Vollversammlung international ausgetauscht werden, um einander als Kirchen auch weltweit bei diesem Engagement zu unterstützen.“

 

Hier gibt es einen hörenswerten Podcast mit der Bischöfin zum Thema:

 

https://unitedinmissionpodcast.podigee.io/18-bischoefin-beate-hofmann



Landeskirche ruft zu Friedensgebeten auf

Die Evangelische Kirche von Kurhessen-Waldeck (EKKW) ruft angesichts des russischen Angriffs auf die Ukraine dazu auf, an die betroffenen Menschen zu denken und um Frieden zu beten. Ebenso wie in der Evangelischen Kirche in Hessen und Nassau und im Bistum Fulda läuten jeden Mittag um zwölf Uhr die Glocken in den Gemeinden und laden zum Innehalten und zum Gebet ein.

„Es ist Krieg in Europa. Das ist ein Bruch des Völkerrechts. Das ist etwas, was die Menschen in Europa nicht wollen, und es ist ein Krieg von Diktatur gegen Demokratie“, sagt die Bischöfin der EKKW, Dr. Beate Hofmann. Sie bezeichnet die Situation als sehr beängstigend. „Ich hoffe sehr, dass es der Weltgemeinschaft und unseren Politikerinnen und Politikern gelingt, diesen Krieg so schnell wie möglich zu beenden und dafür zu sorgen, dass hier kein gesamteuropäischer Krieg oder gar ein Weltkrieg entsteht“, so die Bischöfin. Darum sei es wichtig, im Gespräch zu bleiben und diplomatische Wege zu suchen.

„Wir hier in Hessen können zeigen, dass wir an die Menschen in der Ukraine denken, über die sozialen Medien, über Demonstrationen, aber eben auch über Friedensgebete“, erläutert Bi- schöfin Hofmann. „So ein Gebet verbindet meine Gedanken, Gefühle, meine Sehnsucht nach Frieden mit den Gedanken und Hoffnungen und Wünschen anderer Menschen und es richtet uns alle aus auf Gott, der ein Gott des Friedens ist. So wirkt das Gebet nach innen, nach außen und nach oben.“



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Unser Ansprechpartnerin:

Kerstin Kleine

Referentin für Öffentlichkeitsarbeit

im Kirchenkreis Twiste -Eisenberg

kerstin.kleine@ekkw.de