Mahnwache nach Terror von Hanau

Korbach. Zwei Tage nach dem mutmaßlich rechtsextremen Terrorakt von Hanau mit insgesamt elf Toten sind am Freitagabend rund 250 Menschen zu einer Mahnwache vor der Korbacher Kilianskirche zusammengekommen. Sie gedachten der Opfer und sprachen sich deutlich gegen Rechtsextremismus und Fremdenfeindlichkeit aus.

 

"Wir möchten unser Mitgefühl mit den Opfern des Hasses zeigen und gemeinsam ein Zeichen setzen für ein tolerantes Miteinander in unserer Stadt und unserem Land", hatte am Freitagmittag Dekanin Eva Brinke-Kriebel erklärt, nachdem Ursula Müller vom "Netzwerk Toleranz" die Mahnwache angeregt hatte. Zahlreiche Menschen folgten dem Aufruf, der sich rasch auf verschiedenen Wegen in der Stadt verbreitet hatte. Einige der Teilnehmer hatten spontan Plakate gestaltet, auf denen sie sich gegen Fremdenfeindlichkeit aussprachen, andere brachten in Gedenken an die Opfer von Hanau Kerzen oder Blumen mit. Mehrere Redner machten deutlich, dass unsere Gesellschaft den Rechtsextremismus nicht dulden dürfe. 

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Handwerksgottesdienst in Vöhl

Der Vöhler Pfarrer Jan Friedrich Eisenberg (rechts) und Bäckermeister Frank Raabe halten das Plakat für den Handwerksgottesdienst am 29. Februar. Hinter ihnen stehen (von links) Kai Bremmer, Geschäftsführer der Kreishandwerkerschaft, Peter Grohme vom Arbeitskreis Handwerk und Kirche bei der EKKW, Kreishandwerksmeister Ulrich Mütze und Dekanin Eva Brinke-Kriebel. (Foto: Sascha Pfannstiel) 

 

"Wir wissen, was wir tun" - unter dieser Überschrift steht der Handwerksgottesdienst am Samstag, 29. Februar, in der Vöhler Martinskirche. Kirche und Handwerk blicken auf lange Traditionen zurück, beide verstehen ihr "Handwerk" gleichermaßen und an ähnlichen Stellen drückt der Schuh. 

 

Seit Mitte der 50er Jahre gibt es in der Landeskirche von Kurhessen-Waldeck Handwerksgottesdienste, die Pfarrerinnen und Pfarrer gemeinsam mit Handwerkern gestalten. Im Landkreis Waldeck-Frankenberg gab es vor gut anderthalb Jahren den letzten Gottesdienst dieser Art in Volkmarsen, nun bietet die frisch renovierte Kirche in Vöhl (Kirchenkreis Eder) den Rahmen für eine Neuauflage. Daran werden neben dem örtlichen Pfarrer Jan Friedrich Eisenberg und Dekanin Eva Brinke-Kriebel (Kirchenkreis Twiste-Eisenberg), die die Predigt hält, mehrere Handwerker aus der Region teilnehmen. In zünftiger Berufskleidung wirken sie an den Fürbitten mit. Das Schlusswort wird Kreishandwerksmeister Ulrich Mütze halten. 

Dekanin Eva Brinke-Kriebel sprach bei einem Pressetermin zur Vorstellung des Programms von großer Verbundenheit zwischen Kirche und Handwerk. Handwerkern sei ebenso wie der Kirche der Segen wichtig. Auch in der Gegenwart würden noch viele größere Bauprojekte unter den Segen Gottes gestellt. Peter Grohme vom Arbeitskreis Handwerk und Kirche (AHK) bei der EKKW erklärte, dass Kirche und Handwerk gemeinsame Werte pflegten wie Zusammenhalt oder Gemeinschaft. 

Kreishandwerksmeister Ulrich Mütze sagte, viele Handwerker seien ehrenamtlich engagiert. Es sei für viele "selbstverständlich, dass wir uns in die Allgemeinheit einbringen" - auch bei der Ausgestaltung eines besonderen Gottesdienstes. Der Geschäftsführer der Kreishandwerkerschaft Waldeck-Frankenberg, Kai Bremmer, geht davon aus, dass beim Gottesdienst "die ganze Handwerksfamilie zusammenkommt" - und zwar alters- und generationenübergreifend. 

Der Gottesdienst am 29. Februar ab 19 Uhr "ist offen für jeden Handwerker", erklärte Grohme, doch auch andere Gäste aller Konfessionen seien selbstverständlich willkommen. Die Organisatoren rechnen mit 100 Besuchern. Der mehr als 20-köpfige evangelische Bläserchor Marienhagen unter der Leitung von Johanna Tripp schmückt den Gottesdienst musikalisch aus. Auch ein Handwerkschoral wird zu hören sein. Im Anschluss ist ein geselliges Beisammensein vorgesehen, für das leibliche Wohl ist gesorgt. Die Kollekte des Abends kommt einem Kirchenburgen-Projekt in Rumänien zugute: In Pretai werden jungen Menschen handwerkliche Kenntnisse vermittelt. Beteiligt an dem Projekt ist unter anderem der Vöhler Malermeister Hartmut Bugdoll. 

Doch auch hierzulande ist der Nachwuchs ein Thema für das Handwerk - immer weniger junge Menschen wollen laut Geschäftsführer Bremmer einen Handwerksberuf erlernen. Die Kirchen sehen sich angesichts sinkender Mitgliederzahlen einer ähnlichen Problematik ausgesetzt. 

 


Kreissynode: Martina Steuber zur Vorsitzenden gewählt

Martina Steuber (Sechste von links) wurde zur Vorsitzenden der Kreissynode im Kirchenkreis Twiste-Eisenberg gewählt. Das Bild zeigt die Mitglieder des neuen Kirchenkreisvorstandes (von links): Susanne van Gevelt, Jochen Klein, Pfarrerin Claudia Engler, Martin Gerhard, Christian Hellwig, Präses Martina Steuber, Dekanin Eva Brinke-Kriebel, die Pfarrer Uwe Jahnke und Christian Röhling, die Pfarrerinnen Birgit Basteck und Christel Wagner, Cora Viesehon und Karin Bitter-Schwalenstöcker. (Foto: Markus Heßler)

 

Martina Steuber ist die neue Vorsitzende der Kreissynode im Kirchenkreis Twiste-Eisenberg. Die Korbacherin steht während der nächsten sechs Jahre dem Kirchenparlament vor.

 

Nach den Kirchenvorstandswahlen im September tagte Ende Januar erstmals die neue Kreissynode. Die Mitglieder vertreten die Gemeinden im Gebiet des Kirchenkreises, der sich von Diemelstadt im Norden über Volkmarsen, Twistetal und Korbach bis nach Sachsenberg im Süden erstreckt und in West-Ost-Ausrichtung von Willingen über Diemelsee bis nach Landau reicht. Im Gemeindehaus der Markuskirche in Korbach kamen von 98 Stimmberechtigten 83 zusammen.

Nach einer gemeinsamen Abendmahlsfeier mit modernen geistlichen Liedern blickte Dekanin Eva Brinke-Kriebel auf wichtige Entwicklungen seit der vergangenen Synode zurück. Die Dekanin ging auch auf die Rolle der Kirche ein: "Wir sind ein wichtiger Bestandteil der Gesellschaft und bringen viele gute und wichtige Impulse mit ein", sagte Eva Brinke-Kriebel. Man sei aktiv in der Diakonie, in Kindertagesstätten, in der Kinder- und Jugendarbeit sowie in der Kirchenmusik. "Daneben gibt es in unseren Kirchengemeinden ein vielfältiges buntes Leben, das dazu einlädt, den Segen Gottes selbst zu empfangen und zu spüren und ihn weiterzugeben." Um die positiven Seiten von Kirche und Glauben noch stärker in die Öffentlichkeit zu tragen, habe der Kirchenkreis seit Februar Sascha Pfannstiel als einen Referenten für Öffentlichkeitsarbeit angestellt. Derzeit noch ausgeschrieben sei eine Stelle in der Jugendarbeit.

Die Wahlen zum Kirchenkreisvorstand ergaben folgende Ergebnisse: Neue Vorsitzende  der Kreissynode (Präses) ist Martina Steuber aus Korbach, ihre Stellvertreterin ist künftig Pfarrerin Birgit Basteck (Landau). Weitere geistliche Mitglieder neben der Dekanin sind die Pfarrer Uwe Jahnke (Mengeringhausen) und Christian Röhling (Willingen). Zu ihren Stellvertreterinnen gewählt wurden die Pfarrerinnen Claudia Engler (Diemelstadt-Rhoden) und Christel Wagner (Meineringhausen). Ehrenamtliche Mitglieder des neuen Kirchenkreisvorstands sind Karin Bitter-Schwalenstöcker (Lengefeld), Jochen Klein (Volkmarsen) und Susanne van Gevelt (Diemelstadt-Rhoden). Stellvertretende Laienmitglieder sind Christian Hellwig (Willingen), Martin Gerhard (Vasbeck) und Cora Viesehon (Hörle). 

Aufgaben der Kreissynode

Wie ein kommunales Parlament befasst sich die Kreissynode als Leitungsgremium unter anderem mit den Finanzen des Kirchenkreises, mit den Gebäuden oder Personalien. Die Synodalen bilden auch Ausschüsse, in denen vor allem die Laienmitglieder ihre Fähigkeiten und Kenntnisse aus ihren Berufen einbringen können. Üblicherweise tagt die Kreissynode zweimal im Jahr, im Frühling und Herbst.

Die nächste Synode findet am 27. März in Bad Arolsen statt. Dort werden die Ausschüsse abschließend besetzt. Die Synodalen beraten zudem den Haushaltsplan und werden das Zahlenwerk voraussichtlich auch beschließen. 

 





Veranstaltungen


24.01.20

Weltgebetstag 2020 - aus Simbabwe
Weltgebetstag 2020 - aus Simbabwe

Weltgebetstag 2020 -

Steh auf und geh!

Pfarrerin Christel Wagner lädt zum Studientag des Weltgebetstages aus Simbabwe ein.

 

Nähere Infos erhalten Interessierte Frauen auf der Weltgebetstags-Seite www.ekkw-weltgebetstag.de oder direkt bei Pfarrerin Wagner:

 

Düsseldorfer Straße 14

34497 Korbach
Tel. 05631 / 3201
e-mail: pfarramt.korbach-markuskirche@ekkw.de

Gemeinde-haus Kilian,

Korbach

 

16 Uhr



Weitere Hinweise zu Veranstaltungen und Bildungsangeboten finden Sie im Menüpunkt Veranstaltungen.



2020

Verlag am Birnbach - Motiv von Stefanie Bahlinger, Mössingen
Verlag am Birnbach - Motiv von Stefanie Bahlinger, Mössingen

 

Mit Gottesdiensten zum Jahreswechsel wurde in den Gemeinden des Kirchenkreises der Abschied von 2019 und der Anfang des Jahres 2020 gefeiert.

 

Die Jahreslosung aus einer Heilungsgeschichte im Neuen Testamtent (Markus 9,24) stand dabei immer wieder im MIttelpunt der Predigten und Andachten.


2019


Bis Ostern neue Kraft erhalten

Taizé-Andachten ab dem ersten Advent

Nur eine halbe Stunde seiner Zeit, mehr Bedarf es nicht, um neue Kraft und Impulse für seinen eigenen Lebensweg zu erhalten.

 

Ab dem 1. Dezember bis 5. April, immer wieder sonntags um 19 Uhr (außer in den Weihnachtsferien), kann man sich in der Markuskirche Korbach gedanklich auf den Weg zu machen.

 

Die Zeit vom ersten Advent bis Ostern ist für viele Menschen ein ganz besonderer Zeitraum, denkt man hier doch an die wesentlichen Ereignisse des christlichen Glaubens von der Ankündigung der Geburt Jesu bis zu seiner Auferstehung an Ostern zurück. Die Taizé-Andachten in der Markuskirche laden zum innehalten und Nach-Denken ein, seinen eigenen Lebensweg mit diesen Geschehnissen zu verbinden, um frisch gestärkt und mit neuen Ideen in die Zukunft zu gehen.

 

Kurze Texte nehmen das jeweilige Thema des Sonntags auf. Einprägsame Lieder und eine intensive Stille bieten die Möglichkeit, das eigene Leben mit den Texten der Bibel in Kontakt zu bringen. Der Kirchenraum ist besonders gestaltet und unterstützt so die eigene Besinnung. Taizé-Andachten sind grundsätzlich ökumenisch und stehen allen offen, die nach einer solchen Gelegenheit der persönlichen Besinnung suchen.

 


Lebendige Weihnachtszeit im Kirchenkreis

Weihnachtsmärkte, Adventsaktionen und besondere Gottesdienste

Der Adventskranz im klassischen Erscheinungdbild soll uns die Zeit bis Weihnachten sinnlich verkürzen.
...ein Lichtlein brennt, Foto: medio.tv/Schauderna

Ein Black Friday, gar ein Cyber Monday oder verkaufsoffene Sonntage lassen erahnen, dass sich unsere Gesellschaft auf das geschenkträchtige Jahresende zu bewegt. Doch was wären all jene Geschenke ohne den passenden Anlass – etwa einem Geburtstag?

 

Natürlich nicht irgendeinem, sondern den für uns Christen ganz besonderen Tag – die Geburt Jesu. Ob Adventskalender, Lichterketten oder Adventskränze, viele Aktivitäten in unserer Umgebung wollen und sollen uns auf diese besonderen Tage ab dem 24. Dezember einstimmen.

 

Im Kirchenkreis Twiste-Eisenberg gibt es dazu einige nicht nur kommerzielle Gelegenheiten, die hier beispielhaft zu lesen sind. Eine frohe und - trotz aller konsumentenfreundlichen Reize - besinnliche Advents- und Vorweihnachtszeit, wünschen alle Haupt- oder Ehrenamtlichen Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen Ihres Kirchenkreises.

 


Reise in die Heimat

Online Adventskalender 2019

Adventskalender versüßen uns die Wartezeit auf das besondere Fest des Jahres - die Geburt Jesu. Doch nicht nur Süßes auch digitale Grüße an jedem Tag ab dem 1. Dezember oder die  Kerzen an jedem Sonntag, machen uns die Zeit bis zum 24. Dezember bewusst.
Adventskalender versüßen uns die Wartezeit, Foto: medio.tv/kuester

„Driving Home for Christmas“- so heißt ein Popsong von Chris Rea, der alle Jahre wieder im Advent und an den Weihnachtstagen im Radio läuft. Nach Hause fahren, in die alte Heimat, um dort das Weihnachtsfest zu feiern. So wie in der Weihnachtsgeschichte im Lukasevangelium:

„Es begab sich aber zu der Zeit, dass ein Gebot von dem Kaiser Augustus ausging, dass alle Welt geschätzt würde. Und diese Schätzung war die allererste und geschah zur Zeit, da Quirinius Statthalter in Syrien war. Und jedermann ging, dass er sich schätzen ließe, ein jeglicher in seine Stadt.“ (Lukas 2, 1–3) Und so macht sich auch Josef auf in die Stadt seiner Vorfahren, in seine alte Heimat. Und mit ihm die schwangere Maria.

 

Aber was ist das überhaupt: Heimat?


Eine Ewigkeit im Blick

Ewigkeits- oder Totensonntag erinnert an Verstorbene

Trauerarbeit ist wichtig um umbegreifbare Erfahrungen begreifbarer werden zu lassen. Die evangelischen Pfarrerinnen und Pfarrer sind in dieser Zeit besonders als Seelsorger gefordert.
Trauern und Erinnern darf sein, Foto: medio.tv/dellit

Der Ewigkeits- oder Totensonntag ist in der evangelischen Kirche der alljährliche Gedenktag für die Verstorbenen. Ein Tag an dem man sich zeitnehmen darf seiner persönlichen Trauer Raum zu geben, denn:Trauern macht Sinn. Sich erinnern, über die Verstorbenen sprechen oder auch mal weinen - das tut der Seele gut.

 

Das göttliche Versprechen, dass uns die Ewigkeit in den Blick nehmen lässt, ist für viele nur schwer begreifbar. So steht ein jeder vor schweren Zeiten, wenn man von einem geliebten Mensch abschied nehmen muss. „Unsere Pfarrerinnen und Pfarrer“, so Dekanin Eva Brinke-Kriebel, „sind in dieser Zeit besonders als Seelsorger gefordert. Sie stehen den Trauernden bei und geben Ihnen die Möglichkeit, dass zunächst unbegreifbare, begreifbarer werden zu lassen.“  Trauer zulassen und den Blick dem Guten zugewandt, so werden auch dunkle Zeiten wieder heller.


Ist eigentlich alles egal?

Buß- und Bettag regt zum Träumen an

Der Buß- und Bettag ist für evangelische Christen ein Tag der Besinnung und Neuorientierung im Leben. Der Gedenktag dient dem Nachdenken über individuelle und gesellschaftliche Irrtümer wie beispielsweise Ausländerhass, Umweltzerstörung und die Ausgrenzung von Armen und Obdachlosen.

 

In diesem Jahr stellt die evangelische Kirche den Menschen die Frage, ob eigentlich alles egal ist, oder ob sie noch Träume haben. Pfarrer Frank Weber aus Kassel stellt hierzu die Frage: „Wie wollen wir in Zukunft leben? Ist uns das egal? Sicher nicht! Doch Träume?“ Zeitmangel, auftürmende Arbeit und Probleme, die sich schier endlos auftürmen, Alarmstimmung lähmt, statt die Menschen in Bewegung zu versetzen.

 

Der Buß- und Bettag bietet uns eine Chance auf eine kleine Auszeit. Einmal vom Alltagstrubel zurücktreten und wie ein Kind hinauf zu den Sternen schauen, um von Gott und vom Leben zu träumen. Einen Moment nicht planen, sondern wahrnehmen, was in unserem Leben, in unserer Gesellschaft, auf unserer Welt geschieht. Altes loslassen und Neues in den Blick bekommen. Und vielleicht schenkt uns Gott durch seinen Geist der Hoffnung einen Traum wie unser Miteinander im Kleinen und Großen auch noch sein könnte und wie sich unsere Kirche, die Menschheitsfamilie und unsere Erde auf Gottes Zukunft hin gestalten lassen.

 


Willkommen im Kirchenkreis

Pfarrer Matthias Westerweg in Amt eingeführt.

Pfarrer Matthias Westerweg im Büro des Pfarramt. Der 37-jährige gebürtige Borkener freut sich auf die vor ihm liegende Zeit.
Pfarrer Matthias Westerweg im Büro des Pfarramt, Foto: Alexander Schulze-van der Veek

Twiste, Elleringhausen, Nieder- und Ober-Waroldern haben mit Matthias Westerweg seit dem 1. November wieder einen Pfarrer. Bei einem Vorstellungsgottesdienst am 10. November wurde er in der Twister Pfarrkirche in sein Amt eingeführt.

 

Der aus Borken stammende 37-jährige freut sich auf seine Arbeit in der nordhessischen Region. Er komme selbst vom Dorf und fühle sich daher schon nach so kurzer Zeit recht wohl, wie er sagt. Mit den Menschen ins Gespräch kommen, hören was in der Gemeinde gut gelaufen ist, oder was nicht mehr so gern angenommen wird, dieser Aufgabe möchte er sich in der kommenden Zeit widmen. „Ich sehe mich nicht als Oberhirte“, so Westerweg weiter, „vielmehr möchte ich auch mit Rat und Tat den Menschen in meiner Gemeinde zur Seite stehen.“

 

Seine Kontaktdaten sind im Bereich Gemeinden einsehbar.


Nur eine dunkle Jahreszeit?

Novemberzeit ist Zeit des Gedenkens oder wie auch trübe Tage leuchten können.

Den Blick ins Licht nicht verlieren. Die Novemberzeit hat auch Gutes zu bieten, etwa das Licht am Ende der Dunkelheit.
Licht am Ende des Tunnels, Foto: medio.tv/Lothar Nahler

Die nun vor uns liegende Novemberzeit meint es nicht gut mit den Menschen, so könnte man meinen, wenn man all überall in den Kalendarien und Veröffentlichungen etwas zu Trauerthemen oder Gedenken an mitunter unschöne Zeiten liest.

 

Blickt man in die jüngste Vergangenheit unserer Geschichte, so stellt man fest, dass der November eine durchaus bewegte aber nicht immer nur dunkle Zeit war. Ein trauriges Kapitel ist am 9. November mit der Pogromnacht 81 Jahre her. Dem gegenüber steht jedoch der Mut Georg Elsers, der vor 80 Jahren die Geschichte Deutschlands und des europäischen Kontinents durch einen Anschlag auf die Naziführung zuwenden versuchte. Ebenso als helles Novemberlicht in der Geschichte zu nennen ist der Berliner Mauerfall und die damit verbundene Wiedervereinigung, die sich 2019 zum dreißigsten Mal jährt.

 

Unsere Kirche hat an diesen Stellen mitunter eine zentrale Rolle gespielt und spielt sie auch heute noch, wenn es darum geht für die Menschen in bewegten, traurigen, aber auch glücklichen Zeiten da zu sein. So laden in diesen Tagen die Pfarrerinnen und Pfarrer in den Kreisgemeinden ein, gemeinsam innen zu halten, auf Vergangenes zu blicken und Kraft für die Zukunft zu tanken. 


Kirchenvorstände wurden eingeführt

Kirchengemeinde Diemelsee feierte in Klosterkirche Flechtdorf Vorstandseinführung

Der neue und alte Kirchenvorstand der Kirchengemeinde Diemelsee erwartet seine Einführung. Für Pfarrerin Anna-Katharina Heyser ist dies ebenso wie für sieben weitere Vorstandsmitglieder eine kleine Prämiere, sie sind erstmalig mit dabei.
Amtseinführung der Vorstände der Kirchengemeinde Diemelsee / Foto: A. Schulze-van der Veek

 

Eine gut besuchte Klosterkirche Flechtdorf war am Reformationstag, 31. Oktober 2019, der gelungene Rahmen zur Einführung des neuen Kirchenvorstands der evangelischen Kirchengemeinde Diemelsee. Pünktlich um 19 Uhr betraten 67 alte und neue Mitglieder des Kirchenvorstands die mittelalterliche Kirche und wurden von Musik und den Gemeindemitgliedern herzlich in Empfang genommen.

 

Kleine Prämiere

„Es ist schon etwas Besonderes,“, so Pfarrerin Anna-Katharina Heyser zu den rund 70 Mitgliedern des noch amtierenden Kirchenvorstands der Kirchengemeinde Diemelsee, „dass sich so viele Menschen für Ihre Kirche engagieren und die Arbeit trotz der Größe in den verschiedenen Gremien so gut geklappt hat.“ Für Pfarrerin Heyser war nicht nur die Vorstandsgröße etwas anderes, ...

 


Reformation einmal ganz anders!

Kirche neu erleben, Reformationstag anders feiern

Innenansicht der Korbacher Nikolaikirche, die am 31. Oktober 2019 Zentrum der Reformationstagsfeier im Kirchenkreis ist.
Innenansicht der Nikolaikirche

Am 31. Oktober 1517 war es soweit, Martin Luther veröffentlichte seine 95 Thesen und stoß mit seiner Kritik einen Wandel an, der später zum Entstehen der evangelischen Kirche führte.

 

Reformationstag nicht überall

Der Reformationstag ist kein bundesweiter Feiertag, in den evangelischen Kirchen wird aber mit Gottesdiensten der damaligen Ereignisse gedacht. So auch am Donnerstag, 31. Oktober 2019 in den Gemeinden des Kirchenkreis Twiste-Eisenberg.

 

Gemeinsam feiern

„In der Nikolaikirche in Korbach wird es erstmals in diesem Jahr,“ wie Pfarrerin Sonja Lessing-Rümpler sagt, „ab 19 Uhr einen gemeinsamen Gottesdienst aller Kirchen in Korbach und Umgebung geben.“ Ein Novum sowohl für die Besucher und alle die diesen Gottesdienst mit organisiert haben. Seit gut einem Jahr gehören die Kirchengemeinden in Korbach, Lelbach, Lengefeld und Walme-Werbetal in einem Kooperationsraum zusammen.

 

Im Alltag verwurzelt

Der Gottesdienst verlässt nicht nur in seiner Organisation vertraute Pfade, sondern auch in seiner Umsetzung. So wird es etwa Spielszenen geben, die einem das Reformationsthema von einst mit heutigem Bezug erklärt. Musikalisch wird der Abend von der Kantorei des Kirchenkreises, unter Leitung von Ingrid Kammerer, begleitet.


Die Gemeinden haben gewählt

Positive Wahlbeteiligung spornt Ehrenamtler an

Nach der Wahl ist vor der Wahl, aber bis es soweit ist, gilt es sich in den gewählten Kirchenvorständen neu zu finden. Erste Sitzungen werden nun bald im Kirchenkreis Twiste-Eisenberg stattfinden. Dies zeigt wie ernst es den ehrenamtlichen Mitgliedern der Vorstände mit ihrem Engagement in den Gemeinden ist.
 

Mit 28,11 % liegt die Wahlbeteiligung im Kreis deutlich über dem Gesamtergebnis von 24,1 %: Fast ein Viertel aller Wahlberechtigten, so Bischof Martin Hain, haben ihre Stimme im Wahlbezirk der Landeskirche abgegeben und sich so an dieser demokratischen Wahl der neuen Leitungsgremien beteiligt. Diese gute Beteiligung ist eine Ermutigung für alle, die sich in den Kirchenvorständen ehrenamtlich in ihren Gemeinden engagieren. ...

 


Kreissynode Twiste-Eisenberg

Letzte Synode vor den Wahlen – Verabschiedung von Präses Karsten Meyer

Singender Präses der Kreissynode Twiste-Eisenberg Karsten Meyer wurde verabschiedet.
Foto: Alexander Schulze-van der Veek

Mit einem lachenden und einem weinenden Auge wurde am 11. September 2019 der Vorsitzende der Kreissynode Präses Karsten Meyer verabschiedet. Er selbst wird für die kommende Kreissynode nicht wieder zur Wahl stehen. Dekanin Eva Brinke-Kriebel dankte ihm herzlich für die gute Zusammenarbeit in den letzten sechs Jahren. Und wie es für Karsten Meyer üblich war, so ließ er es sich nicht nehmen auch diese letzte Sitzung singend zu beenden.


Erste Bischöfin gewählt

Wahl der ersten Frau im Bischofsamt in einer Landeskirche fand am 09.Mai 2019 während der Landessynode statt. Prof. Dr. Beate Hofmann wurde gewählt und folgt somit auf Martin Hein.
Erste Bischöfin gewählt: Prof. Dr. Beate Hofmann - Foto: medio.tv/schauderna

Die Landessynode der Evangelischen Kirche von Kurhessen Waldeck hat am 9. Mai eine neue Bischöfin gewählt:

 

Prof. Dr. Beate Hofmann ist damit designierte Bischöfin der EKKW und wird im September als Nachfolgerin von Martin Hein in ihr Amt eingeführt werden.

Nähere Informationen finden Sie auf der Homepage unserer Landeskirche: www.ekkw.de.


Michael Böttcher wechselt ins Marburger Land

Kirche in Twiste
Kirche in Twiste

Jetzt ist es offiziell:

Pfarrer Michael Böttcher wechselt zum 1. Juni nach Dreihausen - Heskem im Marburger Land. Die Pfarrstelle, zu der neben Twiste auch Ober- und Niederwaroldern und Elleringhausen gehören, wird neu ausgeschrieben werden und hoffentlich baldmöglichst besetzt.

 

Vorher feiern die Menschen im Kirchspiel aber noch mit einer ganzen Reihe von Veranstaltungen das Jubiläum des Franziskaner-Altars in Ober-Waroldern. Zum abschließenden Festgottesdienst wird dann auch Bischof Dr.Martin Hein dabei sein und die Festpredigt halten.


Einsegnung neuer Prädikanten

Die Prädikantinnen und Prädikanten mit Prälat Bernd Böttner (re.), Jürgen Schmitt (2.R.re., Vorsitzender der Kreissynode), Studienleiterin Pfarrrerin Irmhild Heinicke (1.R. li.) und Pfarrer Wilfried Battefeld (3.R.re.) - Foto: medio.tv/schauderna
Die Prädikantinnen und Prädikanten mit Prälat Bernd Böttner (re.), Jürgen Schmitt (2.R.re., Vorsitzender der Kreissynode), Studienleiterin Pfarrrerin Irmhild Heinicke (1.R. li.) und Pfarrer Wilfried Battefeld (3.R.re.) - Foto: medio.tv/schauderna

Am Sonntag den 31.3.2019 wurden in einem feierlichen Gottesdienst in der Evangelischen Stadtkirche St. Michael in Schlüchtern acht Frauen und sechs Männer in das Prädikantenamt eingesegnet.

 

Unter ihnen war auch Dagmar Kappelhoff aus unserem Kirchenkreis (Foto dritte von links in der ersten Reihe). Prälat Bernd Böttner hielt die Predigt im Festgottesdienst und segnete die Prädikanten ein. Darüber hinaus wirkten an dem Gottesdienst mit:

 

Pfarrer Wilfrid Battefeld (Schlüchtern), Studienleiterin Pfarrerin Irmhild Heinicke (Evangelisches Studienseminar) sowie Jürgen Schmitt (Vorsitzender Kreissynode Schlüchtern).

 


Wechsel in Usseln

Kirche in Usseln - Foto: Michel Verbeek CC BY-SA 3.0
Kirche in Usseln - Foto: Michel Verbeek CC BY-SA 3.0

Pfarrerin Gisela Grundmann ist seit Januar im Ruhestand. Die Stelle war ausgeschrieben und jetzt ist die Entscheidung für eine Neubesetzung gefallen:

 

Stephanie Stracke wir neue Pfarrerin für das Kirchspiel. Sie wird ihre neue Stelle im Juli antreten.

 

In der Vakanzzeit vertreten die Nachbar-Pfarrerinnen und -Pfarrer in der Gemeindearbeit.


Paulus-Oratorium - Proben beginnen

Die evangelische Kantorei Korbach führt Mendelssohns großes Oratorium zusammen mit Steffanie Patzke (Sopran), Daniel Philipp Witte (Tenor), Tim Stolte (Bass)  und dem Philharmonischen Orchester Bergisches Land zum Auftakt der Korbacher Orgelwoche auf.

 

Die Proben beginnen am Samstag, 26. Januar und Sie können dabei sein! Dazu haben Sie zwei Möglichkeiten: Entweder besuchen Sie die Proben der Kantorei, die jeweils donnerstags um 19.30 Uhr und an Wochenenden stattfinden. Für geübtere SängerInnen, die donnerstags nicht regelmäßig können, finden Sonderproben statt.

 

Bitte wenden Sie sich bei Interesse an Bezirkskantorin Ingrid Kammerer (Telefon 05631 5789324 oder kammerers@online.de).


Neue Bezirkskantoren

Neue Bezirkskantoren im Kirchenkreis Twiste-Eisenberg: Ingrid und Stefan Kammerer
Neue Bezirkskantoren: Ingrid und Stefan Kammerer

Ingrid und Stefan Kammerer sind seit Januar mit der Aufgabe des Bezirks-Kantorats betraut. Die Korbacher kennen sie bereits, da sie dort die Kirchenmusik in der Stadtkirchengemeinde verantworten. Mit einer halben Stelle engagieren sie sich jetzt für den Orgelunterricht, Chorarbeit und musikalische Projekte im ganzen Kirchenkreis. Sie tun das gemeinsam mit Jan Knobbe, der die andere halbe Stelle für diesen Bereich innehat. Näheres zur Kirchenmusik finden Sie dazu hier auf unserer Homepage.


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